Digitale Kommunikation im Gesundheitswesen
Digitale Bildschirme in Arztpraxen: Was zeigen Sie am Empfang und im Wartezimmer?
Am Empfang und im Wartezimmer einer Arztpraxis sind unterschiedliche Informationen gefragt. Erfahren Sie, welche Inhalte sich für die jeweiligen Bildschirme eignen, um Patienten die Orientierung zu erleichtern, wichtige Hinweise zu vermitteln und verständliche Gesundheitsinformationen bereitzustellen – passend zum jeweiligen Bereich.


Empfang und Wartezimmer: Warum sie unterschiedliche Inhalte benötigen
In einer Arztpraxis erfüllen digitale Bildschirme am Empfang und im Wartezimmer unterschiedliche Aufgaben. Beide begleiten den Patientenbesuch, sollten jedoch nicht immer dieselben Informationen anzeigen.
Am Empfang steht die Orientierung im Vordergrund: Wo melden sich Patienten an? Welche Unterlagen müssen sie vorlegen? Wie finden sie das richtige Sprechzimmer? Und welche wichtigen Hinweise sollten sie vor dem Weitergehen kennen?
Im Wartezimmer haben Patienten mehr Zeit, sich über die Praxis und ihre Leistungen zu informieren, das Praxisteam kennenzulernen oder allgemeine Gesundheitsinformationen zu lesen.
Entscheidend ist nicht die Menge der angezeigten Informationen, sondern dass jede Botschaft zum jeweiligen Ort und zu dem Zeitpunkt passt, an dem Patienten sie benötigen.
Praxisbeispiel: Bildschirminhalte für Empfang und Wartezimmer organisieren
Empfang: Anmeldung
Begrüßung, Hinweise zur Anmeldung und Sprechzeiten – mit Informationen, die Patienten in wenigen Sekunden erfassen können.
Empfang: Orientierung
Wegweiser wie „Allgemeinmedizin – 1. Obergeschoss“ und wichtige Tageshinweise, die vor ergänzenden Informationen angezeigt werden.
Wartezimmer: Leistungen und Praxisteam
Vorstellung der Fachgebiete und des Praxisteams sowie praktische Informationen für kommende Termine.
Wartezimmer: Gesundheitsvorsorge und Kampagnen
Allgemeine Tipps zur Gesundheitsvorsorge und aktuelle Gesundheitskampagnen – mit ausreichend Zeit, um die einzelnen Informationen zu lesen.
Zwei Bildschirme, zwei Aufgaben: ein Beispiel aus einer Arztpraxis
Stellen Sie sich eine Arztpraxis mit einem Bildschirm am Empfangstresen und einem weiteren im Wartezimmer vor. Der erste erklärt, wie sich Patienten anmelden, wohin sie sich wenden können und welche Hinweise für den jeweiligen Tag gelten. Der zweite zeigt allgemeine Gesundheitsinformationen, stellt Leistungen der Praxis vor und erinnert an organisatorische Abläufe.
So erfüllt jeder Bildschirm eine konkrete Aufgabe, ohne dass sämtliche Informationen in beiden Bereichen wiederholt werden müssen.

So organisieren Sie Informationen während des Patientenbesuchs
Vor dem Arzttermin
Zeigen Sie am Empfang Hinweise zur Anmeldung, Wegbeschreibungen zu den Behandlungsräumen und wichtige Mitteilungen an. Setzen Sie auf kurze, auf einen Blick verständliche Informationen.
Während der Wartezeit
Zeigen Sie abwechselnd praktische Informationen zur Praxis, stellen Sie das medizinische Fachpersonal vor und vermitteln Sie allgemeine Inhalte zur Gesundheitsaufklärung. Blenden Sie jede Mitteilung lange genug ein, damit Patienten sie gut lesen können.
Inhalte regelmäßig überprüfen
Prüfen Sie, ob Patienten weiterhin nach dem richtigen Behandlungsraum oder dem Anmeldeverfahren fragen. Kontrollieren Sie außerdem zeitlich begrenzte Hinweise und entfernen Sie Mitteilungen, die nicht mehr aktuell sind.
Welche Inhalte gehören auf die Empfangsbildschirme einer Arztpraxis
Der Empfang gehört zu den ersten Anlaufstellen für Patienten in einer Arztpraxis. Ein gut platzierter Bildschirm kann Informationen zur Anmeldung, Öffnungszeiten, Änderungen der Raumzuweisung und weitere praktische Hinweise anzeigen.
Da Patienten diese Informationen häufig beim Betreten der Praxis oder während der Anmeldung lesen, sollten die Mitteilungen kurz, gut lesbar und schnell erfassbar sein.

Öffnungszeiten, Anmeldung und wichtige Praxishinweise
Wenn Sie die Öffnungszeiten des Empfangs, die angebotenen Fachrichtungen und die Kontaktmöglichkeiten auf einem Bildschirm anzeigen, können Patienten grundlegende Informationen finden, ohne beim Praxispersonal nachfragen zu müssen. Auch vorübergehende Änderungen, Schließungen an Feiertagen oder Einschränkungen einzelner Leistungen lassen sich so kommunizieren.
Auf den Bildschirmen können Sie erklären, ob sich Patienten am Empfang anmelden, ein digitales Anmeldesystem nutzen oder warten sollen, bis sie aufgerufen werden. Eine kurze Mitteilung wie „Wenn Sie einen Termin haben, melden Sie sich bitte am Empfang an“ vermittelt den Ablauf ohne lange Erklärungen.
Wichtige Mitteilungen zu Raumwechseln, vorübergehend geänderten Zugangswegen oder Anpassungen des Praxisbetriebs sollten Vorrang vor allgemeinen Informationen haben. So können Patienten schnell erkennen, wohin sie sich wenden müssen und was als Nächstes zu tun ist.
Orientierungshilfen zu Behandlungsräumen und Fachbereichen
In Arztpraxen und medizinischen Einrichtungen mit mehreren Behandlungsräumen, Etagen oder Fachbereichen können digitale Bildschirme Patienten bei der Orientierung helfen. Beispielsweise mit Hinweisen wie „Allgemeinmedizin: 1. Obergeschoss“, „Blutentnahme und Laboruntersuchungen: Raum 3“, „Radiologie: Flur B“ oder „Information und Terminvereinbarung: Empfangstresen“.
Verwenden Sie klare, einheitliche Bezeichnungen, die mit der Beschilderung im Gebäude übereinstimmen. Verfügt die Einrichtung über mehrere Bereiche, ordnen Sie die Wegweiser nach Etage oder Fachrichtung, damit Patienten die Informationen leichter erfassen können. Achten Sie darauf, dass die Angaben auf den Bildschirmen mit den Bezeichnungen und der Wegeführung vor Ort übereinstimmen.


Benötigte Unterlagen und Vorbereitung vor dem Arzttermin
Für manche Arzttermine sind bestimmte Unterlagen oder vorbereitende Maßnahmen erforderlich. Auf den Bildschirmen können Sie Patienten daran erinnern, ihren Ausweis, ihre elektronische Gesundheitskarte, ihre Terminbestätigung oder weitere von der Praxis angeforderte Unterlagen bereitzuhalten.
Außerdem können die Bildschirme darauf hinweisen, wo sich Patienten vor einer Untersuchung oder einem Arzttermin über die erforderlichen Verwaltungsformalitäten informieren können.
Wenn eine Untersuchung eine besondere medizinische Vorbereitung erfordert, sollte der Bildschirm auf die individuellen Anweisungen des medizinischen Fachpersonals verweisen. Vermeiden Sie allgemeine Vorbereitungshinweise, die für bestimmte Patienten ungeeignet sein könnten.
Welche Inhalte eignen sich für digitale Bildschirme im Wartezimmer einer Arztpraxis?
Im Wartezimmer haben Patienten in der Regel mehr Zeit, Informationen zu lesen, als am Empfang. Deshalb können digitale Bildschirme praktische Informationen zur Praxis, die Vorstellung des medizinischen Teams und allgemeine Inhalte zur Gesundheitsaufklärung miteinander verbinden.
Die Inhalte sollten übersichtlich aufbereitet und auf eine Umgebung abgestimmt sein, in der sich manche Patienten Sorgen machen oder unwohl fühlen. Statt die Bildschirme mit Werbung zu überladen, sollten Sie nützliche Informationen vermitteln, ohne unnötig abzulenken.
Praktische Informationen und hilfreiche Hinweise für das Wartezimmer
Auch im Wartezimmer können digitale Bildschirme häufige organisatorische Fragen beantworten: Wie vereinbaren Patienten einen neuen Termin? Wo finden sie die Sprechzeiten? Wie können sie ihre Untersuchungsergebnisse über die vorgesehenen Kanäle abrufen oder die Praxis kontaktieren? Wenn digitale Patientenservices verfügbar sind, erklären Sie deren Nutzung mit einfachen, verständlichen Anleitungen.
Nicht jeder Bildschirminhalt muss medizinische Leistungen bewerben. Auch Willkommensnachrichten, allgemeine Praxisinformationen oder angenehme Bildmotive eignen sich für das Wartezimmer. Vermeiden Sie abrupte Bildwechsel, laute Töne und beunruhigende Botschaften – insbesondere dort, wo Patienten möglicherweise angespannt oder besorgt sind.


Präventionstipps und Gesundheitsaufklärung
Digitale Bildschirme im Wartezimmer können allgemeine Informationen zu Prävention, Wohlbefinden und gesunden Lebensgewohnheiten vermitteln. Geeignete Themen sind beispielsweise Händehygiene, Impfkampagnen, Vorsorgeuntersuchungen, die Vorbeugung häufiger Erkrankungen oder Hinweise darauf, die Empfehlungen medizinischer Fachkräfte zu befolgen.
Wenn Sie Informationen zur Prävention oder zu Gesundheitskampagnen veröffentlichen, greifen Sie auf verlässliche medizinische Quellen zurück und prüfen Sie, ob die Empfehlungen noch aktuell sind. Vermeiden Sie individuelle medizinische Ratschläge. Empfehlenswert ist es, pro Bildschirmansicht nur ein Thema mit einer einfachen Illustration und einer kurzen, auch ohne medizinische Vorkenntnisse verständlichen Botschaft zu präsentieren.
Ärzte und Fachärzte vorstellen
Auf den Bildschirmen können Sie gegebenenfalls Fotos des medizinischen Teams, Namen, Fachgebiete und kurze Beschreibungen der jeweiligen Behandlungsbereiche zeigen. Beispielsweise lassen sich der Name, die Fachrichtung und ein kurzer Hinweis zur medizinischen Betreuung, zu Verlaufskontrollen oder zu Vorsorgeuntersuchungen darstellen.
Verzichten Sie auf zu ausführliche Biografien. Wenn Ihre Praxis auf ihrer Website detaillierte Informationen über das medizinische Team bereitstellt, können Sie Patienten über einen QR-Code den Zugang dazu erleichtern.


Medizinische Fachgebiete und Leistungen übersichtlich präsentieren
Digitale Bildschirme im Wartezimmer können Patienten dabei helfen, sich über die medizinischen Fachgebiete und Leistungen Ihrer Praxis zu informieren. Je nach tatsächlichem Angebot gehören dazu beispielsweise Allgemeinmedizin, Kinderheilkunde, Physiotherapie, Vorsorgeuntersuchungen oder diagnostische Untersuchungen.
Stellen Sie in jeder Mitteilung eine einzelne Leistung vor und geben Sie an, wo Interessierte weitere Informationen erhalten. Vermeiden Sie Aussagen über garantierte medizinische Behandlungsergebnisse oder Formulierungen, die als individuelle medizinische Empfehlungen verstanden werden könnten.
Gesundheitskampagnen passend zur Jahreszeit
Der Informationsbedarf verändert sich im Laufe des Jahres. Im Herbst können Sie gegebenenfalls über offizielle Impfkampagnen informieren, im Sommer allgemeine Hinweise zum Schutz vor Hitze anzeigen. Auch internationale Gesundheitstage bieten Anlässe, passende Gesundheitsinformationen zu vermitteln.
Planen Sie Ihre Gesundheitskampagnen mit festen Start- und Enddaten. Prüfen Sie regelmäßig, ob die Empfehlungen und beworbenen Leistungen weiterhin aktuell und zutreffend sind. Stellen Sie vor der Veröffentlichung sicher, dass die Gesundheitsempfehlungen auf offiziellen Quellen beruhen.


So gestalten Sie die Bildschirmkommunikation während der Wartezeit
Eine durchdachte Wiedergabeplanung kombiniert organisatorische Hinweise, Informationen über medizinische Fachkräfte, allgemeine Präventionstipps und Neuigkeiten aus der Praxis. Vermeiden Sie zu viele aufeinanderfolgende Mitteilungen und die ständige Wiederholung derselben Werbung.
Stimmen Sie die Anzeigedauer jedes Inhalts auf die jeweilige Textmenge ab und überprüfen Sie Ihre Mitteilungen regelmäßig. Ziel ist es nicht, eine kürzere Wartezeit zu versprechen, sondern Patienten während des Wartens klar, verständlich und respektvoll zu informieren.
Was Sie auf digitalen Bildschirmen in einer Arztpraxis
Vermeiden Sie die Anzeige von Diagnosen, Untersuchungsergebnissen, Patientenakten oder anderen Informationen, durch die Patienten unnötigerweise identifiziert werden könnten. Verzichten Sie außerdem auf Gesundheitstipps ohne verlässliche Quellen, aufdringliche Werbung, zu kleine Schrift, alarmierende Botschaften und veraltete Hinweise.
Wenn Ihre Einrichtung ein Patientenaufrufsystem nutzt, sollten Sie sorgfältig prüfen, welche Kennzeichnungen geeignet sind, und entsprechende Datenschutzmaßnahmen umsetzen.
Alle veröffentlichten Informationen sollten notwendig, verlässlich, verständlich und für die jeweilige Zielgruppe geeignet sein. Legen Sie für zeitlich begrenzte Mitteilungen Start- und Enddaten fest und entfernen Sie diese, sobald sie nicht mehr aktuell sind.

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Häufige Fragen zu digitalen Bildschirmen in Arztpraxen
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Zeigen Sie am Empfang kurze Orientierungshinweise und im Wartezimmer informative Inhalte. Mit iMediaGO können Sie jeden Bildschirm einzeln verwalten, Hinweise aktualisieren und die Wiedergabe Ihrer Inhalte passend zu den Öffnungszeiten und den Anforderungen Ihrer Einrichtung planen.
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